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MediMeets

Videosprechstunde

Eine Videosprechstunde ermöglicht die ärztliche Konsultation per Videoverbindung, sodass Patienten für geeignete Anlässe nicht in die Praxis kommen müssen.

Was die Videosprechstunde leistet

Ein Teil der Konsultationen kommt ohne körperliche Untersuchung aus. Befundbesprechungen, Verlaufskontrollen oder die Einordnung eines Laborergebnisses lassen sich per Video führen, und dem Patienten bleiben Anfahrt und Wartezimmer erspart.

In den Praxisbetrieb fügt sich das wie ein gewöhnlicher Termin ein. Sobald er vereinbart ist, erhält der Patient den Zugangslink automatisch per E-Mail oder SMS. Zum Termin wartet er in einem virtuellen Wartezimmer, bis der Arzt das Gespräch beginnt. Während der Sprechstunde lassen sich Befunde, Röntgenbilder und Dokumente zeigen und teilen, und zum Erklären kann der Arzt den eigenen Bildschirm übertragen. Bild und Ton laufen dabei verschlüsselt zwischen den Geräten.

Für die Praxis verlagert sich damit ein Teil des Andrangs aus Wartezimmer und Empfang auf den Bildschirm, und der Arzt führt das Gespräch vom eigenen Platz aus. Für Patienten mit eingeschränkter Mobilität, langen Wegen oder einem ansteckenden Infekt entfällt der Praxisbesuch ganz.

Der rechtliche Rahmen

Zugelassen ist die Videosprechstunde in der vertragsärztlichen Versorgung seit 2017. Eingesetzt werden dürfen nur Videodienstanbieter, die nach Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte zertifiziert sind. Die Zertifizierung schreibt unter anderem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor und verpflichtet den Anbieter, Inhalte der Sprechstunde weder einzusehen noch zu speichern.

Die Vergütung läuft über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Für den Anteil der Videosprechstunde an den Behandlungsfällen gelten Obergrenzen, deren Höhe sich mehrfach geändert hat. Den aktuellen Stand kennt die eigene Kassenärztliche Vereinigung.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Da alle einsetzbaren Dienste zertifiziert sind, liegen die Unterschiede vor und nach dem Gespräch. Wichtig ist zuerst die Terminintegration: Ein Produkt, das am bestehenden Terminkalender hängt, verschickt den Zugang von selbst und vermeidet einen zweiten, parallel gepflegten Buchungskanal.

Danach zählt der Alltag im Gespräch. Wer regelmäßig Befunde erklärt, braucht das Teilen von Dokumenten und Bildschirm. Praxen mit Schulungen oder Gruppentherapien brauchen ein Format für mehrere Teilnehmer, das auch einen Angehörigen zuschalten kann. Und weil die Vergütung mancher Positionen von der Gesprächsdauer abhängt, lohnt der Blick darauf, ob das Produkt die Dauer automatisch protokolliert oder das Notieren der Praxis überlässt.

Auf Patientenseite entscheidet der Zugang: Je weniger Installation und Kontenanlage er verlangt, desto eher kommt der Termin zustande.

Woran sich die Produkte unterscheiden

Nach genau diesen Kriterien lässt sich der Vergleich filtern.

  • Automatischer EinladungsversandZugangslink und -code gehen automatisch per E-Mail oder SMS raus, sobald der Termin gebucht ist.
  • Dokumente im Gespräch teilenBefunde, Röntgenbilder oder Fotos lassen sich direkt im Videogespräch zeigen und hochladen, ohne Umweg über E-Mail oder Post.
  • BildschirmübertragungDer Arzt kann einen Befund oder eine Grafik direkt vom eigenen Bildschirm zeigen, statt sie extra hochzuladen.
  • GruppensitzungenMehr als nur Arzt und ein Patient gleichzeitig — wichtig z. B. für Gruppentherapie oder wenn ein Angehöriger dabei sein soll.
  • Peer-to-Peer-VerschlüsselungBild und Ton laufen direkt zwischen den Geräten, ohne zentrale Serverspeicherung unterwegs — ein echtes Sicherheitsplus, kein Marketingbegriff.
  • Whitelabel / eigenes DesignDer virtuelle Warteraum lässt sich mit Praxislogo und -farben gestalten, statt generisch auszusehen.
  • Automatische DauererfassungDie Länge des Videogesprächs wird automatisch protokolliert — relevant, da die Abrechnung mancher Positionen davon abhängt.
Grundfunktionen dieser Kategorie

Diese Funktionen hat jedes Produkt der Kategorie. Sie taugen nicht zur Unterscheidung.

  • Virtuelles Wartezimmer
  • Text-Chat parallel zum Video

Anbieter in dieser Kategorie

Alle 22 Produkte der Kategorie, dargestellt wie im Katalog.

Häufige Fragen

Darf eine Behandlung ausschließlich per Video stattfinden?

Die ärztlichen Berufsordnungen erlauben das seit 2018 im Einzelfall, wenn es ärztlich vertretbar ist und die erforderliche Sorgfalt gewahrt bleibt. Im Regelfall ergänzt die Videosprechstunde den Praxisbesuch, sie ersetzt ihn nicht.

Was brauchen Patienten für die Teilnahme?

Patienten brauchen ein Gerät mit Kamera, Mikrofon und Internetzugang, also Smartphone, Tablet oder Rechner. Der Zugang läuft über den zugesandten Link, je nach Produkt direkt im Browser ohne Installation oder über eine App.

Für welche Anlässe eignet sich die Videosprechstunde nicht?

Alles, was eine körperliche Untersuchung braucht, gehört in die Praxis. Auch bei neuen, unklaren Beschwerden ist der Praxisbesuch der sichere Weg. Ob sich ein Anliegen per Video ausreichend beurteilen lässt, entscheidet der Arzt.

Nächster Schritt

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